Past Seminar: “Failure and Beyond” 2015

ISHA Graz is proud and happy to have held the ISHA Autumn Seminar 2015!

A big THANK YOU to everyone involved who made this wonderful week possible!

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Have a look at the seminar photo album (just click the picture above)!

The conference report (in German), including a list of participants, is available here and below.

“Failure & Beyond. Telling History – Shaping Memory. A Documentation of a Student’s Initiative” – the seminar publication, including the keynote lecture, the workshops’ conclusions, some impressions of participants and the organising team and an introduction on how the event was organised – is available as PDF here.

For more information, please browse our blog, check our Facebook or Twitter page or contact us via e-mail:

 ishagraz@eclipso.at 

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Bericht zur Studierendenkonferenz

“FAILURE & BEYOND. TELLING HISTORY – SHAPING MEMORY”

Von 6. bis 12. September 2015 veranstaltete der Studierendenverein ISHA Graz (International Students of History Association) unter der Leitung von Lisbeth Matzer und Markus Wurzer an der Karl-Franzens-Universität Graz die Studierendenkonferenz „Failure & Beyond. Telling History – Shaping Memory“. 52 Studierende aus 26 Städten in 16 Ländern, die sich sowohl im Bachelor- als auch im Master- und PhD-Stadium befinden, nahmen daran teil und beschäftigten sich im Rahmen der Tagungswoche mit dem Scheitern als historisches Phänomen, der Geschichtsschreibung als Prozess sowie mit geformter Erinnerung.

Nachdem die TeilnehmerInnen aus ganz Europa am Sonntagabend angekommen waren, wurde die Konferenz am 7. September 2015 im Rahmen der Opening Ceremony im Festsaal des Meerscheinschlössls offiziell eröffnet. Nachdem Matzer und Wurzer die FestrednerInnen und Teilnehmenden begrüßt hatten, bedankten sie sich bei dem 30-köpfigen studentischen Organisationsteam und den SponsorInnen, die diese Veranstaltung erst ermöglichten.

Im Anschluss richteten der Vizerektor für Forschung und Lehre Prof. Martin Polaschek, der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät Prof. Lukas Meyer und der Vorstand des Geschichteinstituts Prof. Harald Heppner sowie die Präsidentin des International Boards der International Students of History Association Daria Lohmann ihre Grußworte an die Anwesenden. Anschließend hielt Prof. Kerem Öktem vom Zentrum für Südosteuropastudien die Keynote Lecture, in der er anhand der aktuellen Flüchtlingskrise Grenzen und Möglichkeiten des „Failure-/Success-Paradigmas“ auszuloten suchte. Nachdem Karen Bähr (ISHA Berlin Alumni/Gedenkstätte Bergen-Belsen) und Bence László Bari (ISHA Budapest) ein Statement zum Eröffnungsvortrag abgegeben hatten, wurde die Diskussion für das Plenum geöffnet. Dabei drehte sich der Dialog unter anderem um die Frage, wie die aktuelle Flüchtlingskrise wohl in 50 Jahren erzählt werde, ob sie als Erfolg oder Misserfolg erinnert werden würde.

Diese Eröffnungsfeierlichkeit wurde von einem Empfang im Foyer abgerundet und der Tag nahm mit Stadtführungen durch Austria Guides einen gemütlichen Ausklang.

Am Folgetag starteten die akademischen Workshops. Je nach Interessensfeld und Forschungsschwerpunkt schrieben sich die Teilnehmenden bereits im Vorfeld der Tagung für einen von sechs Workshops ein, die sich jeweils mit Teilaspekten des Scheiterns, der Historiografie und der Erinnerungskultur beschäftigten. Folgende Workshops wurden angeboten:

  • Revolutions, Ideologies, Utopias,
  • Eternal Seconds and Forgotten Firsts,
  • Theory of Failure (Advanced level),
  • Failure of war – Failure of Peace,
  • Failure and Serendipity und
  • Failure in Archival Processing.

Thematisch wurden diese Workshops so offen gestaltet, dass sich grundsätzlich sämtliche Studien- und Forschungsschwerpunkte darin wieder finden und die Meta-Themen auf einem möglichst breiten Feld diskutiert werden konnten. Die TeilnehmerInnen präsentierten darin eigene Papers aus Forschungsarbeiten oder arbeiteten gemeinsam an Texten und Quellenmaterialien. Im Rahmen der Final Conclusions präsentierten die Workshop-Gruppen die Endergebnisse ihrer Arbeiten. Eine Publikation derselbigen ist derzeit in Vorbereitung.Am Mittwoch, dem 9. September 2015, unternahmen die 52 internationalen Studierenden, von rund 20 Grazer StudentInnen begleitet, eine Exkursion in die Südsteiermark. Erste Station war die Riegersburg, die erwandert und von der aus bei strahlendem Sonnenschein der Ausblick über das Steirische Hügelland genossen wurde. Nach einer Weiterfahrt nach Aflenz besichtigte man dort, die antike Ausgrabungsstädte Flavia Solva sowie den Römerstollen, der 1944 bis 1945 als Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen gedient hatte. Daran anschließend wurde im Rahmen einer von Matzer geleiteten Gesprächsrunde das Ausstellungskonzept im Kontext des Konferenzthemas „Telling History – Shaping Memory“ diskutiert. Zum Abschluss kehrte die Reisegruppe in den Buschenschank Pichler & Schober ein, wo man bei einer zünftigen Bretteljause und regionalen Weinspezialitäten den Abend gemütlich ausklingen ließ und sich ganz der internationalen Vernetzung widmete.

Am Donnerstag, dem 10. September 2015, standen wiederum Workshops am Programm. Anschließend veranstaltete das International Board unter der Leitung von Daria Lohmann und Nina Kraus einen so genannten „How to ISHA“-Workshop, in dem neu gegründete Sektionen Hilfestellungen erhielten, wie diese ihre Arbeit zielgerichtet vorantreiben können.

Als nächsten Programmpunkt erkundeten die internationalen TeilnehmerInnen in Kleingruppen mit Grazer Studierenden die Stadt zu jeweils spezifischen Themen wie Contemporary Graz, Old Graz, City of Design, Parks’n‘Gardens oder Graz als „Radhauptstadt Österreichs“ (Graz by Bike). Abgerundet wurde der Abend von der bei ISHA- Konferenzen bereits traditionellen National Foods and Drinks Party, in der die Teilnehmenden das gemeinschaftliche Miteinander pflegten, indem sie Speisen und Getränke aus ihrem Heimatland mitbrachten und diese einander vorstellten.

Am Freitag, dem 11. September 2015, hielt der internationale Dachverband nach den Final Conclusions, seine Generalversammlung ab.

Als würdiger Abschluss der Woche, wurden die TeilnehmerInnen sowie das Organisationsteam der Grazer ISHA-Sektion am Abend zum Bürgermeisterempfang in das Rathaus geladen. Damit wurde im feierlichen Rahmen eine Tagungswoche beschlossen, die den grenzüberschreitenden Austausch über Kulturen, Geschlechter, Konfessionen, Nationen und fachliche Grenzen hinweg förderte.

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